Der Neuanfang

Der Neuanfang

Es war endlich soweit, mein Dachdeckermeister war beendet und ich konnte den Umzug nach Nordrhein-Westfalen einleiten.

Ich hatte am Ebro meine jetzige Freundin kennen gelernt und 10 Monate eine Fernbeziehung geführt und so zog ich nach dieser Zeit von Schleswig -Holstein nach Nordrhein- Westfalen.

Natürlich wollte ich nach dieser stressigen Zeit auch so schnell wie möglich ans Wasser.

Die Angelei hier unten ist komplett was anderes, das wusste ich wohl, viel mehr Angeldruck auf den Gewässern, klare strukturreiche tiefe Baggerseen von klein bis groß, ich war gespannt!

Am 29.06.2018 ging es dann endlich ans Wasser. Jan und ich beschlossen an einen ca. 6 Hektar großen Baggersee zu gehen den wir schon lange befischen wollten.

Das Gewässer

Der See mit seinen 6 Hektar ist eine tolle Größe um das Angeln in der neuen Umgebung kennenzulernen.Neuanfang 1

Das Wasser ist relativ klar und der Krautbewuchs hielt sich in Grenzen. Für die nächsten drei Nächte haben wir auf einer Landzunge unser Camp aufgebaut, von hier aus hatten wir viele Möglichkeiten und konnten eine Menge ausprobieren.

Das Ufer war ringsherum mit größeren Bäumen bewachsen und es gab viele Stellen mit Totholz wo sehr gute Fische zu sehen waren. Uns wurde gesagt das es nicht ganz einfach wird Karpfen zu fangen, was wir uns anfangs nicht vorstellen konnten, da man beim „stalken“ gute Fische erspähen konnte.

 

Die Taktik

Wir angelten beide mit zwei Ruten. Jan entschied sich eine Rute in eine kleine Bucht mit scharfen Kanten zu legen, die zweite Rute legte er an eine Sandbank die wir beide befischten, er die Linke und ich die rechte Seite. Meine zweite Rute positionierte ich unter einen Busch, wo ich die Tage zuvor immer Fische stehen gesehen habe.

Futter und Köder

Wir entschieden uns mit wenig, aber guten Futter zu angeln. Da wir vermuteten, dass durch den hohen Befischungsdruck die Fische große Futtermengen meiden würden.

An unserer Montage befand sich ein PVA-Sack gefüllt mit einem guten Stick-Mix. Als Grundlage dafür den altbewährten Hanf mit Zugabe von Insekten und Partikeln, sowie einem Grundfutter. Für den visuellen und geschmacklichen Reiz kamen noch zusätzlich die Boilie-Pellets hinzu. Dies kann man gut einige Tage vorher mit einem passendem Liquid vermischen und ziehen lassen. Zudem fütterten wir mit einer handvoll kleiner Boilies unsere Spots an. Hier nahmen wir fischige wie auch süße Boilies, wie den Big Water Selection. Ein wunderbar stinkender Fischboilie und als Gegenpart den gut riechenden White Perl X, ein auffälliger weißer Boilie der mir schon den ein oder anderen guten Fisch gebracht hat.

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 1.Tag

Gegen frühen Abend gab es den ersten Fisch, ein Graskarpfen. Ein netter Beifang. In der Nacht biss dann endlich der ersehnte Karpfen, wieder an der ausgelegten Buschrute, es war ein wunderschöner dunkler Fisch mit einer eher schlanken Körperform und einem orange gefärbten Bauch, der einem 15mm Boilie verfiel. Ein toller Fisch und mein erster NRW Karpfen, was ein Beginn. Wir betrieben bei zwei Ruten “hook and hold“ wie auch bei dieser Stelle, was den Drill besonders spannend macht. Sonst blieb es ruhig an den Ruten.

Auffällig war aber das ganze Platschen und die hohe Fischaktivität bei dem See in dieser Nacht.

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2. Tag/Nacht

Auffällig war, dass über dem Tag komplett die Fischaktivität eingeschlafen war, weder haben wir Fische gesehen, oder gehört. Ich blieb mit meinen Ruten auf den gleichen Spots. Da wir in der rechten Seehälfte über Nacht mehr Fischaktivität festgestellt haben, entschied sich Jan seine Ruten ebenfalls auf diese Seite des Sees zu legen. Die Nacht war komplett ruhig, warum konnten wir uns auch nicht erklären, da das Wetter konstant blieb. Das Schöne war aber das gemütliche Grillen am Abend wo auch beide Freundinnen von uns vorbei vorbeikamen.

3. Tag/Nacht

Wir fingen früh am Tag an zu überlegen und Pläne zu schmieden um in der letzten Nacht doch noch einen Fisch zu fangen.

Jan legte wieder beide Ruten um, eine schwamm er 100 Meter raus diesmal in die Linke Seehälfte an einen versunkenden Baum, wo wir am Tag Fische sahen. Was ein Einsatz von ihm. Die Andere legte er an einer unscheinbaren Stelle mitten im See, wo eine kleine Kante entsprang.

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Ich vertraute dem Busch weiterhin, jedoch packte ich die zweite Rute diesmal auf die Rückseite der Sandbank wo auch ein paar Krautfelder angrenzten. Die Mädels haben uns auch heute besucht und wir konnten gemütlich die schöne Abendstimmung zu viert genießen bis hinter meinem Rücken was knarrte. Ach du Schreck! meine 3 lbs. starke Rute stand im Halbkreis gebogen auf den Banksticks ohne sich zu melden. Ich Trottel habe vergessen die Bissanzeiger anzuschalten nach dem Ausbringen der Rute. Ich nahm die Rute schnell auf, wobei die Bremse komplett geschlossen war. Ich hielt sie fest und lies die Rute arbeiten. Es kam wie es kommen musste, der Fisch stieg aus. Viel Zeit zum ärgern gab es nicht, denn Jan`s rausgeschwommene Rute meldete sich, was eine Aufregung. Schnell schwankte aber die Aufregung in Frust über, da auch dieser Fisch nach zwei, drei Kopfschlägen sich verabschiedet hatte. Wie ärgerlich. Am Morgen konnte Jan dann doch noch einen schönen Graskarpfen auf einen Schneemann fangen.

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Fazit

Obwohl der See nicht zu den ganz großen gehört, müssen wir zugeben, dass er nicht leicht zu befischen ist. Jedoch wollen wir weiterhin den gut gelegenen See beangeln. Aber ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man wieder einen richtig coolen Menschen kennen lernen durfte. Danke dafür, Jan.

Grüße, Basti


 

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