CoD meets France

CIMG0090Im Oktober ´13 sind wir mit 4 Mann aus unserem Team ins gelobte Land gereist um eine Woche lang den Wasserschweinchen im Lac de Villedon nachzustellen.
An Bord waren Heiko, Dennis, Matten und Patrick. Für die beiden zuletzt genannten war es der erste Trip solcher Art. Dennis und ich haben bereits im April im Norden Frankreichs erste Erfahrungen gesammelt. Schnell stand für uns fest, dass es im Herbst erneut nach Frankreich gehen sollte.

Diesmal mit Verstärkung, so dass wir zu viert Mitte Oktober abgereist sind. Im Vorfeld gab es einige Vorbereitungen zu treffen. Bestellung von Boilies bei Marco, Kleinteilen, aber auch der Verpflegungsplan musste organisiert werden.

Da wir unseren Trip bei www.thecarpspecialist.de gebucht haben, konnten wir Dank toller Beratung von Jereon Albers die aktuellen Bedingungen vor Ort bzw. die Ködermenge grob abstimmen.

Am 12.10.13 sind wir in Leer (Ostfriesland) aufgebrochen und nach langer und anstrengender Fahrt durch halb Europa, haben wir nach 14 Std. den Westen Frankreichs erreicht.
Am Ziel angekommen hat uns gleich der See, eingebettet in den Hügellandschaften Frankreichs, beeindruckt. Am liebsten hätten wir gleich losgelegt. Da wir früh dran waren, hat uns der Besitzer mit frischen Kaffee empfangen und wir konnten im Smalltalk die ersten Eindrücke über den See erhalten.

2Kurze Zeit später ging es an die Stege zur Beladung der Boote. Übersetzen war hier Pflicht um an die swims zu gelangen. Leider begleitete uns schon den ganzen Morgen über Dauerregen. Aber die Vorfreude auf die Angelwoche ließ keinen Frust aufkommen.

Die Gewässergröße beträgt 40 ha und zu unseren swims mussten wir daher doch eine weite Strecke über den halben See zurücklegen. Am Platz angekommen hieß es erstmal schnell das Camp errichten, um unser Tackle vor weiterer Nässe zu schützen.
Wir fischten jeweils im 2er Team und hatten die Plätze nebeneinander, die lediglich durch eine große Bucht voneinander getrennt waren.

Ein Glück hörte der Dauerregen pünktlich auf, als das letzte Utensil im Bivvy Platz fand. Anschließend sind wir gleich mit dem Boot auf´s Wasser zur Location. Bewaffnet mit Tastblei und Marker ging es auf das imposante Gewässer hinaus. Schnell haben wir festgestellt, dass der Boden überwiegend schlammig war. Mal mehr, mal weniger. In der Mitte des Gewässers befindet sich ein altes Flussbett, welches die einzige Struktur in unserem Bereich darstellte.

Hier wollten wir es auch gleich versuchen. Mit der Stabboje haben wir unseren Bereich abgesteckt. Hier mussten wir Vorsicht walten lassen, da die gegenüberliegenden Angelplätze ebenfalls von Anglern besetzt waren und die Mitte des See´s die Deadline war.

An unserer Stelle betrug die Breite ca. 300m. So konnten wir uns bis 150m austoben. Die Ruten haben wir auf verschiedene Distanzen verteilt, um die Futterstraßen der Karpfen ausfindig zu machen. Wir fischten auf 30m, 80m, bis hin zu 150m.
Die Montagen haben wir mit dem Boot allesamt rausgefahren. Wir nutzen relativ einfache Montagen, die einfach nur ihren Zweck erfüllen sollten. Etwas längeres Vorfach als üblich um dem Schlammboden entgegen zuwirken, scharfe WideGape-Haken und ummanteltes Braid.

CIMG0178Zu Beginn haben wir bewusst wenig Boilies gefüttert. Pro Rute ca. 15-20 Stück. Im Vorfeld erfuhren wir, dass momentan nichts lief bzw. eher bescheiden gefangen wurde.
Mit 4 Mann haben wir über 100kg an Boilies mitgenommen. Man weiß ja nie was einen erwartet. Eines vorweg … Über die Hälfte befand sich mit uns wieder auf dem Rückweg.
Leider haben wir die Woche über mit starkem Wetter und Temperaturschwankungen zu kämpfen gehabt und mussten uns fast täglich auf neue Bedingungen einstellen. Gerade an diesem See ist der Wechsel der äußeren Einflüsse von Nachteil. Die erste Nacht haben wir sogar Nachtfrost von -2C° und zum Ende der Woche 30 Grad + über Tag erlebt.

Nr. 2 43Pfund 12.10.-2Nachdem alle Ruten ausgelegt waren, begann der gemütliche Part. Bratkartoffeln und Leberkäse sollten es zur Stärkung sein. Zum Aufessen kamen wir gar nicht, da bei Matten nach nicht mal einer Stunde seine Rute ablief. Die Karpfen im Villedon sind wahre Kraftpakete und nach heftigen Drill kam ein Spiegler mit fast 30 Pfd. zum Vorschein.
Die Freude über den schnellen Fang war groß und ließ uns auf eine erfolgreiche Woche hoffen.

Im Laufe des Nachmittags konnte Matten aber noch mal richtig nachlegen. Nachdem er seine Rute frisch auf 120m Entfernung abgelegt hatte, bekam er kurz nachdem einen heftigen Run. Nach langem Drill kam sein neuer Personal Best mit 43 Pfd. zum Landgang.
Da haben wir erstmal angestoßen. Was ein Einstand …

Nach der langen Anreise sind wir alle zeitig ins Bivvy und konnten einiges an Schlaf nachholen, da bis zum Morgen nichts passierte. Diese Ruhe wurde dann durch meine rechte Rute, die relativ nah am Ufer lag, gestört. Bei -2C konnte ich meinen ersten Villedon-Karpfen fangen und gleich einen 30er …

Die nächsten beiden Tage waren geprägt von Dauerregen und daher passierte fangtechnisch nicht viel. Leider haben wir zu allem Überfluss Fehlbisse zu verzeichnen gehabt.

CIMG0286Am 3. Tag war es dann bei mir wieder soweit und aus dem Nichts lief die Rute ab. Sofort nachdem ich die Rute aufgenommen habe, spürte ich einen besseren Fisch am anderen Ende. Dennis konnte den Karpfen sicher keschern und wir haben unseren Augen nicht getraut. Mein 1. 40er lag vor und gleichzeitig mein neuer Personal Best mit 42 Pfd.
Zum Fototermin mit anschließendem Anstoßen gesellte sich der nette Belgier vom Nachbarplatz dazu.
Es war am See grundsätzlich ein tolles Verhältnis untereinander. Aus Holland, Belgien und England waren diese mit dem gleichen Ziel angereist. Wir haben viele und interessante Gespräche geführt und auch einiges an Inspiration und Wissenswertes mitnehmen können.

CIMG0361Die Angelei gestaltete sich zunehmend schwieriger. Durch die immer wärmer werdenden Temperaturen zogen die Fische in einen anderen für uns nicht erreichbaren, flachen Seeteil.
Während die Karpfen unterwegs waren, konnten wir noch mal richtig zuschlagen und das in einem Zeitfenster von nur 6 Std.

 

 

 

Nr.2 43Pfund 12.10.Matten konnte erneut die 40er Marke knacken und ich mehrere Fische bis Mitte 30 Pfd.
Dennis hingegen konnte seine Durststrecke von 102 Stunden ohne Fischkontakt auch endlich überwinden und seinen ersten Villedon-Karpfen mit 38 Pfd. auf die Matte legen. Diese Marke konnte er eine gute Stunde später sogar toppen mit seinem neuen Personal Best von 48 Pfd. !!!
Was ein Moped kam da nach langer und heftiger Gegenwehr zum Vorschein.

 

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An dem Abend haben wir wahre Traumstunden erlebt und bei französischen Wein die abendliche Atmosphäre auf uns wirken lassen. Wie Gott in Frankreich haben wir uns gefühlt.

Einer fehlte noch aus unserer Runde was den Fangerfolg angeht. Patrick hatte leider 3 Fische bis dato verloren, bis am vorletzten Tag bei sommerlichen 30 Grad aus dem Nichts seine Rute ablief.

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In herrlicher Kulisse konnte er den Karpfen ausdrillen. Ein richtiger Bulle konnte in den Kescher buchsiert werden. Die Waage blieb bei 37 Pfd. stehen. Was ein Erlebnis. Wir alle konnten unseren Personal Best toppen.

Am letzten Tag passierte nicht mehr viel, da vermutlich auch der letzte Karpfen im flachen Seeteil gezogen ist um sich seinen Buckel im 80cm tiefen Wasser zu bräunen. In unserem Bereich hingegen konnten wir nur eine „kalte“ Wassertiefe von 2-3 m bieten. Für die warmen Bedingungen äußerst ungünstig.

CIMG0195Alles in allem war es ein klasse Trip mit tollen Freunden. Wir haben eine schöne Woche dort verlebt mit vielen lustigen Momenten. Der Service und Kontakt vor Ort war vorbildlich. Wir können Jedem der den Villedon besucht nur empfehlen, sich das Essen mal an den Platz bringen zu lassen. Der Villedon-Burger mit Pommes sind ein wahrer Traum.

Um diesen Trip zu buchen am Besten gleich bei www.thecarpspecialist.de vorbeischauen.

In 2014 geht’s wieder ins gelobte Land.

 

 

„Tight Line“

Gruß
Heiko

 

 

 

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