Krabbe auf Karpfen …

Krabbe auf Karpfen …

Man hörte seit Anfang September wieder vermehrt von Fängen und ich konnte selbst auch ein paar schöne Fische landen, jedoch pro Nacht immer nur einen, da ich nur kleinste Fallen stellte und noch im „Sommerloch-Modus“ fischte.
So testete ich an diesem Gewässer eine Nacht an und konnte auch dort einen Karpfen überlisten. Leider werden im 15,6September neben den Karpfen auch die Krabben wieder aktiv und so war am Vormittag kein Köder mehr am Haar.
Ich packte ein und suchte mir anschließend eine Stelle für meine letzte Session im September. Die Entscheidung fiel auf einen Platz, an dem ich die Spots kenne und auch schon gut gefangen habe. Die ufernahen Spots konnte ich perfekt ohne große Mühe befüttern.
Ob die Fische tatsächlich schon im Fressrausch sind oder nicht, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht einschätzen. Trotzdem entschied ich mich diesmal für eine sehr große Futtermenge, um die Massen anzulocken. Drei Tage hintereinander fütterte ich jeweils zwei Eimer Partikel und 3 bis 3,5 Kilo White Fish Garlic Boilies.
Am Angeltag am Gewässer angekommen, wehte ein starker Südwind mit 30kmh und heftigen Böen. Genau das richtige Wetter dachte ich mir und baute schnell alles auf. Die Stellen konnte ich anwerfen. Falls also die Krabben wieder aktiv sein sollten, könnte ich schnell reagieren und neu beködern. Den Snowman mit weißem Poppi hatten die Krabben bei der vorherigen Session sofort gefunden, deshalb wurde ein anderes Rig mit einem unauffälligen Boilie eingehängt. Die zweite Rute bestückte ich ebenfalls mit einem 18er Boilie und die Dritte mit einer Tigernuss.
Als ich gerade die zweite Rute auf das Pod legte, lief die Erste schon ab, bevor ich überhaupt gefüttert hatte. Ein kleinerer Karpfen ging ins Netz. Yeees, ich freute mich über diesen Fisch, da ich wusste, dass das viele Futter angenommen wurde.
Anschließend ging es Schlag auf Schlag oder eher „Krabbe auf Karpfen“. Erst verlor ich einen Karpfen durch Schnurbruch, danach piepte es ein paar Mal und ich konnte ein leeres Haar aus dem Wasser holen. Das Prozedere wiederholte sich noch zwei Mal. Den zweiten Karpfen verlor ich wieder durch einen Schnurbruch, warum auch immer. Zwei Fische durch Schnurbruch hintereinander verloren, sowas hatte ich noch nie erlebt. Als die Gedanken darüber noch in meinem Kopf kreisten, kam der nächste Run und ich konnte diesen kleinen Fisch zum Glück sicher einnetzen.

Am späten Abend wurde es dann ruhiger. Ich stellte mir vor wie es am Futterplatz aussehen musste. Tausend Krabben und ein paar Karpfen. Ehe die Krabben meinen Boilie vernichtet haben, mussten die Karpfen reagieren. Ein absoluter Fressneid zwischen Krabben und Karpfen. Naja, so ganz zufrieden war ich zu diesem Zeitpunkt nicht – zwei verloren, zwei kleine gefangen. So band ich mir am Abend zwei neue Rigs für 22er Murmeln, damit der Köder nicht zu schnell 12aufgefressen wird. Ich konnte nur auf den nächsten Morgen hoffen, meinen letzten Morgen in diesen Ferien. Nachts sind die Karpfen in diesem Gewässer eher selten aktiv und so konnte ich mich schlafen legen. Ich schaute auf meiner Wetter-App nach dem Sonnenaufgang und stellte meinen Wecker 45min vorher, um alle Ruten neu zu beködern.

Das war die richtige Entscheidung, denn am Morgen war kein Köder mehr am Haar. Also schnell die neuen Rigs mit 22er Boilies eingehängt und die Montagen an ihre Spots geworfen. Ich war noch nicht wieder im Zelt, da feuerte schon die erste Rute ab und brachte mir einen 12kg Fisch.

Nach einem Krabbenbiss war es eine Stunde lang ruhig. Als ich mir gerade Gedanken darüber machte, nicht doch noch18,8 einmal alles auf Grund der Krabben zu kontrollieren, lief die nächste Rute ab. Schon im Wasser sah ich: von der Länge her könnte es ein Guter sein. Nach einem spannenden Drill konnte ich den Fisch ins Netz führen. Als der Karpfen im Kescher lag, sah ich erst wie hoch er war. Geil, der hat auf jeden Fall 30+ dachte ich mir. Nach abziehen der Wiegeschlinge zeigte die Waage 18,8kg an. Hammer! Doch noch einen der Dicken! Ich freute mich riesig.

Aber viel Zeit zur Freude blieb mir vorerst nicht, denn die nächste Rute pfiff ab. Also schnell den Reißverschluss von der Schlinge geschlossen, die Schlinge samt Fisch ins Wasser gelegt und provisorisch ans Rod Pod gebunden. Dann erst konnte ich die Rute anheben und der Fisch zog weiter seine Bahnen. Als ich ihn irgendwann bändigen und in den Kescher führen konnte, sah ich wieder einen guten Fisch. 15,6kg! Wahnsinn.

Was für ein Morgen! Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Die drei Fische durfte Thomas, ein guter Freund des Teams, später ablichten. Danke noch mal an dieser Stelle für die schönen Fotos!

Euch wünsche ich einen erfolgreichen Herbst und nur die Dicken!

Matten

 


 

 

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One Response to Krabbe auf Karpfen …

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