Valentine´s Carpfishing

Die meisten Menschen Deutschlands haben sich am vergangenen Wochenende um die Vorbereitungen vom Karneval gekümmert, sowie am Samstag mit dem Partner Valentinstag zusammen verbracht. Dennis und ich zogen den Valentinstag einen Tag vor und kümmerten uns bereits am Freitag um unsere Liebsten, so dass wir am Samstag eine Nacht fischen gehen konnten.

Gerade im Winter lässt sich die Angelei sehr schwierig planen, geschweige man bekommt eine feste Struktur rein. Heute kann es schönster Sonnenschein mit 9 Grad Außentemperatur sein und morgen ist der kleine See, den man gerne befischen möchte, durch starken Nachtfrost mit Eis bedeckt. Für den Winter suchen wir uns keine riesigen Seen aus, oder versuchen es an komplett unbekannten Gewässern. Nein, im Winter sollte die Zeit nicht mit Experimenten verschwendet werden.

Ein kurzer Rückblick:

Ende Dezember, es war zwei Tage vor Weihnachten, wollten wir an einem kleinen See den7 Jahresabschluss machen. Etwas Futter hatten wir in den vergangenen Tagen eingebracht. Jedoch geschah wie schon oben beschrieben wieder etwas unvorhersehbares, die Temperaturen sanken rapide und die Wasseroberfläche wurde zu Eis. Ähnlich war es im Januar, doch da lag es nicht am Frost, sondern am extremen Sturm der das Fischen dort unmöglich machte.

Jetzt, Mitte Februar, wagten wir einen erneuten Versuch an diesem Gewässer. Einige Boilies an guten Spots wurden alle zwei Tage vorher verteilt. Das Wasser ist ziemlich klar, 4so dass eine Einsicht bis ca. 1,5m möglich war. Am Donnerstag fütterte ich Boilies in einer Tiefe von 80cm. Ich war guter Dinge, wenn diese am Samstag nicht mehr dort liegen, dass ich definitiv einen Fisch fangen werde. Voller Optimismus machte ich am Samstag als erstes einen Rundgang um das Gewässer. Es dauerte etwas bis ich am flachen Spot ankam, leider musste ich feststellen, dass alle Baits in der Tiefe von ca.80cm noch dort lagen, dieses erstreckte sich einige Meter nach links und rechts. Ab einer Tiefe von 1,1m hingegen war gar kein „altes“ Futter mehr zu finden. Als wäre das nicht schon genug, war auch noch ein kleiner Teil des Gewässers, wo kaum Sonne hinkommt, gefroren. Ich war mir jetzt nicht mehr so sicher, ob die Fische bei den niedrigen Temperaturen in dieser Nacht fressen würden. Zuhause hatte ich noch unseren „Grundfuttermix Karpfen“ angerührt, der aus groben Inhaltsstoffen besteht.

Ich bestückte eine Rute mit einem 18mm Loco Meat Boilie, eine mit 14mm Dark Spice Peach Boilie und1 die Letzte mit einem 14mm White Fish Garlic Boilie. Dennis entschied sich für die gleichen Köder. Noch schnell einen PVA-Stick mit Grundfutter befüllt und diesen in Milchpulver gewälzt, um eine kleine Wolke am Angelplatz zu erzeugen, wurden die Montagen ab einer Tiefe von 1,3m abgelegt. Es dauerte keine Stunde, wir waren noch am aufräumen, bis sich der erste Fisch an Dennis Köder zu schaffen machte. Der Delkim piepte nur wenige Male, einige Minuten später das Gleiche. Ich sagte zu Dennis: „Der hängt“. Er nahm die Rute auf und tatsächlich am anderen Ende war ein Karpfen, der sich einen 14mm White Fish Garlic Boilie2 schmecken ließ. Bereits nach einer Stunde waren wir so zufrieden und erwarteten bis zum nächsten Tag nicht mehr viel. Im Laufe des Nachmittags besuchten uns einige Freunde und so vergingen die Stunden im Fluge. Freundschaften am Wasser, unbezahlbar …

Kurz vorm dunkel werden bekam Dennis erneut einen Biss, wieder ein wunderbarer Winter-Spiegler. Wir waren mega begeistert. Am Abend dann gab es eine leckere Pizza vom örtlichen Restaurant, die wir uns im beheizten Zelt schmecken ließen. In den nächsten Stunden vertrieben wir uns die Zeit mit Fachsimpeln und der3 Planung der Frühjahrsangelei. Nachts sanken die Temperaturen auf -2 Grad und die Zeltheizung leistete gute Dienste. In den nächsten Stunden blieb es bis zum hell werden ruhig und uns waren somit einige Stunden erholsamer Schlaf gegönnt. Pünktlich um 7:00 Uhr meldete sich mein Bissanzeiger mit vereinzelnden Piepsern, der Swinger tänzelte nur leicht und der Fisch machte keine Anstalten ins nahe gelegene Hindernis zu ziehen. Als ich die Rute aufnahm machte der Fisch einige Fluchten bis ihn die Maschen meines Keschers umschlungen. Ein wirklich gut genährter Spiegler der sich5 da verhaften ließ. Im laufe des Vormittags konnten wir noch zwei weitere Karpfen fangen. Alle Fische waren von Egel befallen, auch ein Zeichen dafür das die Jungs sich noch sehr wenig bewegen. Nach dem Einpacken ging ich erneut zu der flachen Stelle um nach dem Futter von Donnerstag zu schauen. Ich war erschrocken, außer das die Baits langsam zerfielen sah es  genauso wie am Vortag aus.

Gerade in dieser Session durften wir wieder erleben wie wichtig es ist mit offenen Augen zu fischen. Die Spots von 0,8m bis 1,5m Wassertiefe lagen keine 3m auseinander, machten aber einen gewaltigen Unterschied.

Für uns war es erneut eine absolut gelungene Wintersession.

Gruß

Marco Willms

 

 


 

 

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